Passkeys gelten als sichere Alternative zu Passwörtern – doch wie gut funktionieren sie wirklich? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile von Passkeys
30.03.2025 1. Was sind Passkeys – und warum sind sie besser als Passwörter? 2. Das Problem: Lock-in durch Apple, Google & Co. 3. Die Lösung: Plattformunabhängige Passwortmanager 4. Fazit: Passkeys sind gut – aber noch nicht perfekt 1.) Was sind Passkeys – und warum sind sie besser als Passwörter?Passkeys basieren auf dem WebAuthn-Standard und nutzen Public-Key-Kryptografie. Das bedeutet: - Dein privater Schlüssel bleibt immer auf deinem Gerät. - Nur der öffentliche Schlüssel wird beim Dienst gespeichert. - Phishing-Schutz: Da der Schlüssel an die Domain gebunden ist, funktionieren Betrugsversuche nicht. - Keine Passwörter mehr merken: Login per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Doch trotz aller Vorteile gibt es ein großes Problem: Die Tech-Konzerne nutzen Passkeys, um Nutzer an ihre Ökosysteme zu binden. 2.) Das Problem: Lock-in durch Apple, Google & Co.- Apple speichert Passkeys standardmäßig in der iCloud-Keychain – aber nur für Apple-Geräte. - Google synchronisiert Passkeys über Chrome und Android, aber nicht plattformübergreifend. - Microsoft bietet bisher nur lokale Speicherung via Windows Hello (Cloud-Sync ist angekündigt). Folge: - Kein Export der Passkeys möglich – wer wechseln will, muss alle neu anlegen. - Verwirrende Dialoge: Jeder Browser und jedes OS drängt Nutzer in die eigene Passkey-Welt. - Passwörter bleiben – viele Dienste erlauben kein reines Passkey-Login, was das Sicherheitsrisiko erhöht. 3.) Die Lösung: Plattformunabhängige PasswortmanagerWer Passkeys wirklich frei nutzen will, sollte auf externe Passwortmanager setzen. Vier Anbieter unterstützen aktuell Passkeys auf allen Plattformen: 1. Bitwarden (kostenlos, Open Source, selbst hostbar) 2. Proton Pass (kostenlose Version verfügbar) 3. 1Password (4 €/Monat) 4. NordPass (kostenlos, aber Multi-Device nur im Abo) Vorteile:- Synchronisierung über alle Geräte (Windows, Mac, Linux, Android, iOS). - Keine Abhängigkeit von Apple, Google oder Microsoft. - Bessere Kontrolle über Sicherheit und Backup. 4.) Fazit: Passkeys sind gut – aber noch nicht perfektPasskeys sind ein großer Schritt in Richtung sicherer Logins, doch die Umsetzung durch die Tech-Riesen behindert die universelle Nutzung. Wer maximale Flexibilität will, sollte plattformunabhängige Passwortmanager nutzen und: - Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren - Backup-Optionen prüfen (z. B. Wiederherstellungscodes) - Wo möglich, Passwörter komplett deaktivieren (bisher nur bei Microsoft) Nutzt ihr schon Passkeys? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt es in die Kommentare! 📌 Mehr zum Thema? Schaut euch unsere anderen Videos zu Passkeys an (Link in der Beschreibung). 🔔 Abonnieren für mehr Tech-News und Sicherheitstipps!
|




